16. Januar: Allianzgebetswoche 2019 - Im Rahmen der Allianzgebetswoche bietet die Ev.-Ref. Kirchengemeinde Netphen zusammen mit der FeG Netphen am Mittwoch, den 16. Januar, um 20.00 Uhr einen Allianzgebetsabend im Gemeinedehaus der FeG ... >

Erstellt am 11.01.2019

... (Elisabeth-Grube-Straße 5) zum Thema „Einander in Liebe ertragen“ an.

„ (…) Lüge, Zorn, Diebstahl, üble Nachrede, Bitterkeit und Bosheit sind so verbreitet, dass Paulus Klartext mit den Geschwistern reden muss. Immerhin, die Christen in Ephesus werden wohl kaum an geistlichem Hochmut gelitten haben – wer so tief im Sumpf der Sünde steckt, hält sich selten für etwas Besseres. Und so appelliert Paulus denn auch an die Gnade: Vergebt euch gegenseitig, wie Gott euch vergeben hat! Es gibt nichts, was Gott nicht vergeben kann. Und es gibt niemanden, der Gottes Vergebung nicht nötig hätte. Das wird hier mehr als deutlich.
Mögen wir uns auch wünschen, dass in einer Gemeinde nur perfekte Menschen leben. Aber so war es damals nicht, und so ist es heute nicht. In der Gemeinde gilt wie in der Familie: Seine Geschwister kann man sich nicht aussuchen. Manchmal bleibt buchstäblich nur, dass wir „einander in Liebe ertragen“. Wie kann das gelingen? Ein Blick ins eigene Herz ist der Schlüssel. Es macht barmherzig, wenn ich weiß, dass ich selber zu allem, was ich anderen vorwerfe, auch fähig bin, und dass es allein Gottes Gnade ist, die mich bewahrt. Gemeinde ist immer Gemeinde von begnadigten Sündern. Aber wäre es „billige Gnade“ (Dietrich Bonhoeffer), daraus ein „Weiter so“ abzuleiten. Paulus ermahnt in aller Deutlichkeit: Wer in der Sünde bleibt, der betrübt den Heiligen Geist. Hört auf zu lügen, fangt an zu arbeiten, lasst das Lästern! Erneuert euer Leben! Der Heilige Geist bringt gute Frucht hervor: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Galater 5,22). Ihr tragt ein Siegel, schreibt der Apostel, wer euch sieht, der sieht Jesus. Unser Reden und unser Handeln hat Auswirkungen auf andere. Wir können andere entmutigen – oder ermutigen. Abschrecken – oder einladen.“

Uwe Heimowski, Politik-Beauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz, Berlin.